Die Geburt

Geschenke zur Geburt - das Wissen rund um die Geburt

Wissen rund um die Geburt

Die Geburt

Die Geburt ist der Abschluss der Schwangerschaft nach der Befruchtung der Eizelle durch eine Samenzelle. Nach der Naegele-Regel rechnet man von diesem Tag drei Monate zurück und zählt ein Jahr und sieben Tage hinzu. Hat zum Beispiel die letzte Menstruation am 7.6. begonnen, so ergibt sich der 14.3. des nächsten Jahres als Geburtstermin. Der tatsächliche Termin liegt bei der überwiegenden Zahl von Geburten jedoch drei Wochen um den errechneten Zeitpunkt herum. Warum es nach etwa 280 Tagen Schwangerschaft bei der Frau zur Geburtsauslösung kommt, ist nicht endgültig geklärt. Von Bedeutung sind wahrscheinlich parallel einsetzende Reifungsvorgänge, wobei mehrere Faktoren, zum Beispiel die intrauterine Reifung des Kindes sowie Veränderungen im Hormonstatus, verbunden mit einer Sensibilisierung der Gebärmuttermuskulatur, harmonisch zusammenwirken.


Der "normale" Verlauf einer Geburt hängt von Bau und Verformbarkeit des Geburtskanals sowie von der Muskelkraft der Gebärmutter und der Bauchmuskulatur, allgemein vom Gesamtzustand der Gebärenden ab. Der Geburtskanal wird vom kleinen Becken (Beckengürtel) und dem aus Gebärmutterhalskanal, Scheide und Scheidenvorhof bestehenden Weichteilschlauch sowie von den Muskeln des Beckenbodens gebildet. Er muss während der Geburt für den Durchtritt des Kindes gedehnt werden. Durch einen zu engen knöchernen Beckenring kann der Kopfdurchtritt behindert oder durch unelastische Weichteile zum Beispiel bei späten Erstgebärenden die Geburt verzögert werden. Der kindliche Kopf kann bei normalen anatomischen Verhältnissen gerade den knöchernen Beckenring passieren. Bei der "normalen" Lage des Kindes stimmt dessen Längsachse mit derjenigen der Gebärmutter überein: in 96 % aller Geburten ist der in der Regel tief gebeugte Kopf der führende, vorangehende Teil des Kindes (Hinterhauptlage); dabei liegt das Hinterhaupt meist vorn. Alle Abweichungen (Deflexionslage, Beckenendlage) bedeuten eine Erschwerung der Geburt; Schräglagen wandeln sich meist durch die Wehentätigkeit in eine Längslage, bei der Querlage ist eine natürliche Geburt unmöglich.

 

Der Geburtsbeginn macht sich durch das Einsetzen anhaltender, regelmäßiger, etwa alle zehn Minuten auftretender Wehen bemerkbar, die dadurch, dass sie das Kind gegen den Gebärmutterausgang drücken, zu einer Aufweitung von Gebärmutterhalskanal und Muttermund führen. Die vor dem führenden Teil des Kindes gebildete Fruchtblase dichtet die Gebärmutterhöhle nach unten ab und vergrößert den hydraulischen Druck im Gebärmutterkörper. Nach dieser Eröffnungsperiode springt am häufigsten die Fruchtblase. In der Austreibungsperiode wird das Kind schrittweise durch den Geburtskanal gepresst. Unterstützend zu den Presswehen tritt dabei die aktive Bestätigung der Bauchmuskeln durch die Gebärende hinzu; bei Wehenschwäche werden Wehenmittel gegeben. Der Damm wird beim Durchtritt des kindlichen Kopfes extrem gedehnt und muss durch spezielle geburtshelfende Griffe abgestützt oder vorbeugend eingeschnitten werden. Nach weiteren Wehen kommt es zur vollständigen Geburt.

Wissen rund um die Geburt - die ersten Lebensäußerungen

Die ersten Lebensäußerungen

Ist das Kind geboren, wird es durch Abnabeln von der Plazenta getrennt. In der Nachgeburtperiode, die normalerweise 30 Minuten dauert, wird die Plazenta durch die Nachgeburtswehen mit den Eihäuten und dem Rest der Nabelschnur als Nachgeburt ausgestoßen. Hebamme und Arzt prüfen die Nachgeburt auf Vollständigkeit; eventuelle Reste müssen umgehend entfernt werden, da es andernfalls zu starken Blutungen und Infektionen im Wochenbett kommen kann. Mutter und Neugeborenes werden untersucht. Damit ist die Geburt abgeschlossen.


Die Dauer der Geburt kann außerordentlich schwanken. Durch die Fortschritte in der Geburtshilfe und den Einsatz von Wehenmitteln hat sie sich allgemein wesentlich verkürzt. Sie beträgt inzwischen bei Erstgebärenden etwa 12, bei Mehrgebärenden etwa 8 Stunden. Bei der seltenen Sturzgeburt wird das Kind aus einer ungünstigen Stellung der Mutter geboren und stürzt zu Boden (zum Beispiel Toiletten-Geburt). Von den körperlichen Gegebenheiten her bestehen die günstigsten Voraussetzungen für einen normalen Geburtsverlauf etwa zwischen dem 18. und 28. Lebensjahr der Frau.



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